Dies ist eine kompakte Übersicht zu Sr9009 — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
Geprüft am 2025-12-18. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
Das bekannteste Beispiel ist der Wirkstoff Imatinib (Handelsname Glivec®, früher als Signal Transduction Inhibitor 571, STI571 bekannt). Imatinib ist ein relativ spezifischer Inhibitor für die ABL-Tyrosinkinase. Beim Krankheitsbild der chronischen myeloischen Leukämie liegt eine dauerhafte Aktivierung dieser Kinase vor, die durch eine Chromosomentranslokation zustande kommt, bei der ABL mit einem anderen Gen BCR zu einem Gen BCR-ABL fusioniert ist. Imatinib ähnelt strukturell einem Adenosintriphosphat-Molekül. Durch Einbringen dieses „synthetischen“ Adenosintriphosphats kann die BCR-ABL-Tyrosinkinase keine Effektoren mehr aktivieren und somit in seiner Aktivität gehemmt werden.
Quellen: de.wikipedia.org
Ein Sperrkörper ist in der Medizin ein vasokonstriktorischer Zusatz zu einem Lokalanästhetikum. Beispielsweise werden hierfür Adrenalin und Noradrenalin verwendet. Der Begriff wird vor allem in der Tiermedizin verwendet. Sperrkörper wirken der vasodilatatorischen Wirkung des Lokalanästhetikums entgegen und verzögern die Resorption in der Injektionsstelle. Damit wird die Wirksamkeit von Lokalanästhetika verlängert und gleichzeitig deren systemische Wirkung reduziert. Die Vasokonstriktion verringert auch die Blutungsneigung. Nachteile von Sperrkörpern sind, dass bei versehentlicher Injektion in ein Blutgefäß erhebliche systemische Nebenwirkungen auftreten können sowie durch die verminderte Durchblutung eine Verzögerung der Wundheilung und eine erhöhte Infektionsgefahr bestehen. Sperrkörper dürfen nicht in Gebiete von Endarterien injiziert werden, da sie dort zu einer Nekrose führen können.
Quellen: de.wikipedia.org
Speziierung (in Anlehnung an das engl. speciation oder chemical speciation) bezeichnet in der Chemie entweder a) den Vorgang (d. h. die Herausbildung) chemischer Ausprägungsformen einer Substanz infolge eines sich einstellenden Reaktionsgleichgewichts oder b) den erreichten Gleichgewichtszustand selbst (Übersicht über die vorliegenden chemischen Spezies). Der im Deutschen bevorzugte Begriff Speziierung vermeidet die im Englischen gegebene Verwechslungsgefahr mit dem seit längerem eingeführten Begriff der Speziation für die biologische Artbildung.
Quellen: de.wikipedia.org
Organische Säuren treten typischerweise in Abhängigkeit vom pH-Wert zu je einem bestimmten Prozentanteil in einem dissoziierten Zustand (–COO−) und einem undissoziierten Zustand (–COOH) auf. Wasser liegt stets in unterschiedlicher Molekülform vor, nämlich außer der in mittleren pH-Bereichen weitaus überwiegenden Form H2O auch als OH− oder als H3O+. Sauerstoff tritt je infolge UV-Einwirkung als zwei- und dreiatomiges Molekül (O2, O3) auf, oder auch als Radikal oder als Ion.
Quellen: de.wikipedia.org
== Bedeutung für Ökologie, Physiologie und Medizin == Die Speziierung bildet eine wichtige Grundlage bei der Verfügbarkeit von Pflanzennährstoffen im Boden, bei der Darreichungsform von Medikamenten und bei der Giftigkeit toxischer Stoffe gegenüber Mensch, Tier und Pflanze. Je nach lokaler Umweltbedingung im Boden, im Wasser oder im Magen-Darm-Trakt (pH-Wert, Redoxpotential, Chelatbildner und andere interagierende Stoffe) kann sich die Speziierung und damit die Resorbierbarkeit und Reaktionsfähigkeit einer Substanz drastisch verändern.
Quellen: de.wikipedia.org
== Literatur == Bruno Streit, Werner Stumm: Chemical properties of metals and the process of bioaccumulation in terrestrial plants. S. 31–62. In: B. Markert (Hrsg.): Plants as Biomonitors. Indicators for heavy metals in the terrestrial environment. VCH Publisher, Weinheim & New York 1993. A.M. Ure, C.M. Davidson: Chemical speciation in the environment. 2nd ed., Blackwell Science 2006. ISBN 978-0632058488.
Quellen: de.wikipedia.org
Streckmittel in Medikamenten und anderen Drogen dienen dazu, als Füllstoff die Gesamtmasse eines Medikaments zu vergrößern, ohne den Wirkstoffgehalt zu erhöhen. Dadurch wird die Wirkstärke (Potenz) der Droge verringert. Streckmittel (z. B. Glucose, Milchzucker, Ascorbinsäure o. ä.) werden dabei als Trägermaterial eingesetzt, um die zum Teil minimalen Wirkstoffmengen auf eine handhabbare und dosierbare Menge zu strecken. Der tatsächliche Wirkstoffgehalt ist bei Medikamenten auf der Verpackung angegeben.
Quellen: de.wikipedia.org
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